Definition & Meaning | German word BEFEHLSNOTSTAND


BEFEHLSNOTSTAND

Definitions of BEFEHLSNOTSTAND

  1. (law) forcible coercion to obey unlawful orders (a legal situation in which someone can be absolved of responsibility for carrying out an illegal act, including a war crime, because they were threatened with great bodily injury or death if they refused)

Number of letters

15

Is palindrome

No

19
AN
BE
EF
EH
FEH
LS
ND
NO
NOT
ST

2

2

AB


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Examples of Using BEFEHLSNOTSTAND in a Sentence

  • Der Befehlsnotstand spielte insbesondere in NS-Prozessen wegen Kriegsverbrechen während des Nationalsozialismus eine große Rolle, da sich viele Angeklagte darauf beriefen, um ihre individuelle Schuld zu verneinen.
  • März 1971 wurde Calley, der angab, Befehle seines Vorgesetzten Ernest Medina befolgt zu haben, und auf Befehlsnotstand beharrte, der vorsätzlichen Tötung von 22 Zivilisten schuldig gesprochen und am 31.
  • Wolfert berief sich auf Befehlsnotstand; sein Vorgesetzter, der Frankenthaler NSDAP-Kreisleiter Hieronymus Merkle (1887–1970), habe schon früher die Anweisung erlassen, in seinem Zuständigkeitsbereich abgeschossene feindliche Flugzeugbesatzungen nicht zu Kriegsgefangenen zu machen.
  • 1958/59 berief sich Bach-Zelewski zur Verblüffung des Vernehmers nicht auf Befehlsnotstand (was man ihm schwerlich hätte widerlegen können).
  • Zur Entfernung der Goldzähne berief er sich auf Befehlsnotstand und verwies auf eine entsprechende Anordnung des Amtes D III (Sanitätswesen und Lagerhygiene) des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamts.
  • Im zweiten Rechtsgang 1966 billigten die Geschworenen Novak zu, unter Befehlsnotstand gehandelt zu haben, und sprachen ihn frei.
  • Die Angeklagten verharmlosten die Taten, beriefen sich auf einen Befehlsnotstand, schwiegen oder bestritten, zur Tatzeit am Tatort gewesen zu sein.
  • Wie das Gericht feststellte, geschahen die Morde auf Wiebens eigene Initiative, das heißt, ein von der Verteidigung angeführter "Befehlsnotstand" wurde in seinem Fall nicht anerkannt.
  • Die Staatsanwaltschaft ging in Revision, da nach ihrem Dafürhalten Venediger die Rechtswidrigkeit dieses Befehls schon aufgrund der Zuständigkeit der Wehrmachtsjustiz hätte erkennen müssen und auch der angebliche Befehlsnotstand fragwürdig sei.
  • Lag ein Rechtfertigungsgrund (etwa Notwehr) vor, war die Tat nicht widerrechtlich; lag keine Schuld vor (etwa Befehlsnotstand), so war der Täter entlastet, obwohl die Tat widerrechtlich war.
  • Während Meurer und Schulze ihre Tatbeteiligung abstritten, räumte Cohrs seine Rolle ein, berief sich aber auf Befehlsnotstand.


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